Unterstützung für die Schüler in Katlehong

 

Vom Shack in die Schule…

Wenn er morgens seine Oma verlässt, um zur Schule zu gehen, drängt er sich erst vorbei an den anderen 6 Hütten, die mit seinem Zuhause in dem engen Hinterhof stehen, vorbei am einzigen Wasserhahn und am gemeinsamen Plumpsklo. Seine Oma bleibt zu Hause, sie kümmert sich seit dem Aids-Tod seiner Mutter auch um die kleine Schwester. Zum Glück, denn bevor die Oma nach Katlehong kam, war er ganz alleine mit dem Baby.

Endlich kann er in die Schule! Lernen! Spielen! Raus aus dem Hinterhof, rein ins Leben!

Wenn nur der Magen nicht immer knurren würde… In der Schule gibt es zwar vom Unterrichtsministerium täglich Brote mit Konfitüre und Erdnussbutter, aber es reicht nicht, nicht für alle und nicht für den ganzen Tag. Wie soll es auch? Viele seiner 1.400 Mitschüler gibt es offiziell gar nicht, ihre Eltern sind illegal eingewandert oder die Mütter haben ihr Kind nicht gemeldet bevor sie an TB, an einer Lungenentzündung oder sonst einer Krankheit starben. Der Direktor nimmt sie alle auf und die Lehrer kümmern sich um alle, aber die Mittel sind knapp, zu knapp für alle und zu knapp für das Notwendigste. Und eine Küche gibt es noch nicht einmal.

Manchmal ist ihm ganz schwindelig.

Dann wünscht er sich einen Teller mit buntem Gemüse, mit Stamp und einem großen Würstchen, ein Glas Milch und ein Stück süße Mango, die sollen doch hier in Südafrika so wunderbar wachsen. Doch nicht hier, nicht in Katlehong.

Dies ist eine Geschichte, wie sie für die meisten Kinder der Tamaho- und der Mogobeng-Schule zutrifft, denn die meisten kommen aus Hinterhofhütten, Shacks genannt, hungrig zur Schule und die meisten sind Aids-Waisen und werden von ihren Großmüttern versorgt oder sind gar auf sich allein gestellt. Laden Sie das Projekt im pdf-Format herunter und lesen Sie, wie die Schulkantinen den Schülern von Katlehong helfen.

Sie wollen die Schüler in Katlehong unterstützen

Laden Sie das Projektpatenschaft-Formular als MS Word oder PDF herunter und schicken Sie es zurück an Naledi Projects.

 

Das Projekt

School locationEmpfänger: täglich eine gesunde Mahlzeit für die ungefähr 2.500 Kinder der Tamaho- und der Mogobeng Schule, Einkommen für 8 Arbeitnehmer und ihre Familien, Gartenfläche für ca. 8 freiwillige Helfer

Projektumfang: Bau und Einrichtung von 2 Küchen und Kantinen, Erweitern und Anlegen von 2 Gärten, Personalkosten für 4 Köchinnen, 2 Küchenhilfen, 2 Gärtner, Einkauf von Nahrungsmitteln

Projektlaufzeit: Januar 2009-Januar 2013.

Innerhalb dieser Zeit finden die Schulen andere Finanzierungsmodelle vor Ort und Sponsoren. Naledi Projects möchte in Form von Projektpatenschaften einer der Sponsoren bleiben.

Projektpartner in Luxemburg:

  • Direction de la Coopération des Aussenministeriums: Kofinanzierung
  • Pharmaciens sans Frontières, Luxemburg: Hilfe bei der Ausarbeitung des Kofinanzierungsantrags und Einreichen desselbigen beim Ministerium

Projektpartner vor Ort: Lambano Sanctuary NGO

Projektkosten: 484 569,80 € (Das sind 5,- € pro Kind pro Monat)

  • Anteil MAE: 323 045,87 €
  • Anteil von Lambano Sanctuary: 24 935,06 €
  • Anteil von Naledi Projects : 136 587,87 €

Kontakt:
Naledi Projects
Cynthia Wald
Tel. + 352 30 81 64
cynthia.wald@naledi-projects.org

Projektverlauf:

Das Kofinanzierungsprojekt ist abgeschlossen:  Naledi Projects hat die Entlastung vom MAE – Direction de la Coopération bekommen.

Das Projekt ist ein Erfolg in beiden Schulen:  die Abwesenheitsrate hat wesentlich abgenommen seit Beginn des Ernährungsprogrammes:  in den Examina auf nationaler Ebene haben die Schulen sich jedes Jahr verbessert und überschreiten den nationalen Mittelwert mit Werten von über 70 % der Punkte. Die beiden Schulen sind als „leistungsfähige Schulen“ vom „Gauteng Department of Education“ eingestuft worden.

 

 

Lebensfähigkeit des Projektes ohne weitere Ko-finanzierung vom luxemburgischen Staat:

Primärschule  Mogobeng: Riesenerfolg des Ernährungsprogramms mit einer warmen und gesunden Mahlzeit am Tag für jeden Schüler. Die Finanzierung ist gewährleistet durch lokale Sponsoren und den Verkauf von eigenen Produkten aus der Mini-Bäckerei und den Schulgärten, sowie der Vermietung des Speisesaals.

Primärschule  Tamaho:trotz der Herausforderung des sehr niedrigen sozialökonomischen Niveaus, funktioniert das Ernährungsprogramm sehr gut. Die Lebensfähigkeit des Programms  wird gewährleistet, dank eines  Projektes zur Wiederverwertung von Plastik, dem Verkauf von eigenen Produkten aus der Mini-Bäckerei und den Schulgärten, sowie der Vermietung des Speisesaals.

Ein Ziel wurde indirekt durch dieses Projekt erreicht: das „GDE-Gauteng Department of Education“ hat endlich die alten Schiffscontainer, die als Klassensäle genutzt wurden, durch neue qualitativ hochwertige Fertigbauten ersetzt und dies gemäss einem Versprechen, das uns bei unserer Weiterverfolgungsreise im März 2012 gegeben wurde.

Die Bauarbeiten wurden am 19 Dezember 2014 abgeschlossen und die Schüler konnten am 8. Januar 2015 in die neuen Klassensäle einziehen. Die Lehrer und Schüler sind begeistert von den neuen Klassenzimmern. Das Lehren sowie das Lernen wurden dadurch qualitativ verbessert und effektiver.

Tamaho Primary School Januar 2015

 

  • Januar 2013: Re-opening 2013 The grade ones, feeding in the kitchen, Pastor Paseka Motshweneng (Mbhoro), grade R’s..
  • Mai 2012: Dankebrief vom Schulkomitee

  • 7-17. März 2012 : Besichtigung des Projektes durch Naledi Projects

Ziel der Mission : Ubertragung der Verantwortung an die beiden Schulen, da die offizielle Laufzeit des Projektes und die damit verbundene Kofinanzierung durch das Ministère de la Coopération im Januar 2013 zu Ende ist.

Resulat der Mission:sehr positiv, das Projekt entwickelt sich sehr gut in beiden Schulen. Die Schulkantinen werden autonom von den Schuldirektoren geführt

 

Mogobeng Primary School

2011 erhielt die Schule den Preis « Health Promoting School » vom  « Department of Social Development, Health, Environmental Inspectors»  und vom « Department of Education» aufgrund folgender Kriterien: Sauberkeit  der Produktionsstätte, Hygiene bei der Zubereitung und der Verteilung der Mahlzeiten.

Die Schule von Mogobeng hat an einem internationalen Wettbewerb für ECO-Schulen teilgenommen.

5 Erzieher und 2 Aufsichtspersonen haben an einer Umweltkonferenz über 2 Tage teilgenommen, um sich über neue Techniken und recycling-Möglichkeiten im Garten zu informieren

 


Tamaho Primary School

Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten hat sich die Organisation und die Verwaltung der Schulkantine erheblich verbessert. Der Direktor der Schule engagiert sich jetzt wesentlich mehr und identifiziert sich endlich mit dem Projekt.

Der Einkauf ist effizient organisiert. Das Ernährungsprogramm in Tamaho hat die selbe Qualität erreicht wie in Mogobeng.

Die Verwaltung der Kantine und der Bäckerei in Tamaho erfolgt durch 2 Lehrerinnen, die sich ausgezeichnet um ihre Belange kümmern.

 

Die Gärten von Tamaho haben sich ansehnlich vergrößert.

Nahezu 70 % des in der Kantine verbrauchten Gemüses kommt aus den Gärten der Schule: Zwiebeln, Spinat, Kohl, Tomaten, rote Beete, Mähren, Kartoffeln, Paprika etc.

Der nicht verbrauchte Teil der Ernte wird weiterverkauft, hauptsächlich an das Lehrpersonal und stellen so eine zusätzliche Einahmequelle dar.

Während der Besichtigung des Projektes im März 2012, hatte NP Gespräche mit den Direktoren, den Lehrern, der Elternvereinigung (SGB : School Governing Board), einer Gruppe von Eltern und Schülern, dem Personal von Küche und Bäckerei und mit den Sponsoren der beiden Schulen. Die Gespräche waren sehr bereichernd:

 

Der Direktor Walter Vukethwele, Cynthia Wald von NP         Die Direktorin von Mogobeng, Aletta Morokoane
die beigeordnete Direktorin Mme Lindelwan von Tamaho School

  • Die Zahl der abwesenden Schüler ist beträchtlich in beiden Schulen zurückgegangen.
  • Die Zahl der Einschreibungen ist ebenfalls beträchtlich angestiegen, was auf das gute Ernährungsprogramm zurückzuführen ist.
  • Die Halle beschützt die Kinder vor den Wetterbedingungen und gibt ihnen Sicherheit und Würde.
  • Die Gemeinde, das SGB (School Governing Board) und die Eltern arbeiten zusammen.

 

Das Lehrpersonal in Mogobeng :

  • Es ist schwierig Kurse abzuhalten, wenn vor einem Lehrer traurige und hungrige Gesichter sitzen;  heute sind es glückliche Kinder – der Unterricht hat eine neue Priorität erhalten .
  • Die Aufmerksamkeit in den Klassen hat sich erhöht.
  • Die Resultate in den Klassen sind beträchtlich besser geworden.
  • Die Aggressivität ist erheblich zurückgegangen; es gibt fast keine Prügeleien mehr unter den Schülern.
  • Verschiedene ethnische Gruppen essen problemlos zusammen an einem Tisch.

SGB-School Governing Board :

  • « Sie haben das Leben unserer Kinder verändert. »
  • 1 warme, ausgewogene Mahlzeit: das nimmt ein enormes Gewicht von den Schultern der Eltern.
  • Die Arbeitslosigkeit bei den Einwohnern von Katlehong beträgt 65% - 90%.
  • Die Kinder machen große Fortschritte in der Schule.
  • Die Kinder lieben es, in die Schule zu gehen.
  • Die Kinder sind endlich wieder glücklich.

Die Eltern von Tamaho :

  • Die antiretroviralen Behandlungen lassen sich mit einem gefüllten Bauch besser vertragen – weniger Nebenwirkungen für die von Aids betroffenen Kinder, die in Behandlung sind.
  • Die von Kindern geleiteten Haushalteprofitieren am meisten von diesem Ernährungsprogramm.
  • „Die mit Ziegeln gebaute Schulkantine hat uns Kraft und Würde gegeben.“
  • Die Regierung hat versagt :  Sie hat sich nicht um die am meisten Bedürftigen gekümmert.
  • Die Eltern haben Angst, dass sie nach Ablauf des Projektes die Kosten für die Kantine nicht aufbringen können – sie bringen der Regierung kein Vertrauen entgegen und glauben nicht an die Versprechen der Regierung, sie anschließend zu unterstützen.
  • Sie sind motiviert alles zu tun, um das Projekt weiter bestehen zu lassen.

Die Schüler von Mogobeng                                        und Tamaho :

  • Man muss sich um das Essen nicht mehr prügeln: ALLE Schüler erhalten eine Mahlzeit.
  • Während der Fußballweltmeisterschaft blieb die Schule geschlossen: für die Kinder war das eine Katastrophe, weil viele Schüler in jenem Monat kein ausgewogenes Essen bekamen.
  • Mit leerem Magen kann man sich schlecht konzentrieren und auch schlecht lernen!
  • Die einzige Chance, dem Kreislauf der Armut zu entgehen liegt in einer guten Ausbildung.

Vertreter des « Department of Education » : Frau Ria Radinne (Inspektorin IDSO) und Herr Silas Bakwadi Thembo (Planning and Partnership, Department of Education):

  • « Der Erziehungsminister wird es einrichten, dass das Programm in beiden Schulen fortbestehen wird. »
  • Versprechen zum Bau von Klassenräumen aus Backstein für die Schule Tamaho.

 

Politiker : Themba Charles Rampai, Berater von Distrikt 51, Gemeindeverwaltung Ekurhuleni :

  • « Die Schule wird von der Gemeinde unterstützt. Aus diesem Grund hat sich die Kriminalitätsrate in der Schule erheblich gesenkt. »
  • Unterstützung aller Initiativen, die den Kindern helfen
  • Tamaho: Bau einer Schule aus Stein ist ein Ziel…
  • Den Schulen helfen, andere Einnahmequellen zu generieren.
  • Ein gesundes und sattes Kind bedrückt die Großeltern und älteren Tanten weniger, welche sich zwangsweise um die Waisen in ihrer Familie kümmern.

Bemerkung:Die Berater spielen eine zentrale Rolle bei den Gesprächen zwischen den Gemeinden, welche sie repräsentieren, und dem Stadtrat. Sie legen einen Bericht über die Versammlungen der Distrikte vor. Der Berater hilft der Gemeinde die Bedürfnisse zu identifizieren und die wichtigsten Belange abzuwägen. Dieser Bericht trägt bei zu den Planungsprozessen der Gemeinde.

 

Transnet Freight Rail : Spender/Gründer von Tamaho Primary School :

  • Als Gegenleistung dass die Gemeinde Katlehong mithilft dass die Züge von Transnet bei der Durchfahrt nicht mehr geplündert werden, hat Transnet 40 Container geliefert, die zu 17 Klassensälen umgewandelt wurden = 2 Container für 6 m2   Klassenraum.

Lokale Händler/Spender von Mogobeng: das Versprechen, die Schulen weiterhin zu unterstützen

  • Unsere Reise vor Ort im März 2012. Viel Spaß beim Lesen!
  • November 2011: Besichtigung des Projekts durch Naledi Projects
     
  • Offizielle Einweihung der Schulkantine an der Tamaho Primary School am 8ten Oktober 2010 :

    Mme Karsandras, Inspektorin vom Erziehungsministerium, weiht die Kantine ein

    Walter Vukethwele, Direktor der Schule, hällt einen Vortrag und dankt Naledi Projects, der luxemburger Regierung und Lambano Sanctuary.

    Da in Xhosa unterrichtet wird hatten alle Studenten und das Lehrpersonal traditionelle Kleidung für Festlichkeiten angezogen

    Die Kinder hatten einen Wettbewerb versanstaltet in dem es darum ging ein Model der neuen Schulkantine zu bauen.

     


  • Oktober 2010: Die Kinder erzählen was die Kantine für sie geändert hat.
  • April 2010: Die Mogobeng Primary School hat den "National School Nutrition Programme Award“ des National Department of Education in Südafrika gewonnen. Die Schule hat ein Preis im Wert vun ZAR 60.000 (~6.000 EUR) für das beste Ernährungsprogramm in der Provinz Gauteng in Südafrika erhalten.

  • 18. März 2010: Am 18.3.10 wurde das erste Essen an die 1180 Schüler von Mogobeng Primary School verteilt.

  • Anfang 2010: Um die Nachhaltigkeit des Projektes zu gewährleisten nach dem Ende der offiziellen Projektdauer, wurde eine mini-Bäckerei eingerichtet. Diese ermöglicht Brot für die Schüler zu backen und Brot, Brötchen und Kuchen zum Verkauf in der Gemeinde anzubieten und dadurch neue Einnahmequellen zu erschliessen.
  • 3. November 2009: Offizielle Einweihung der Kantine der Mogobeng Primärschule. Die Direktorin Mrs. Marokoane hatte zu diesem Fest alle Direktoren aus Katlehong, Vertreter des Unterrichtsministeriums, ehemalige Schüler, lokale Geschäftsleute und Förderer des Projekts eingeladen und feierte gemeinsam mit unserem Partner Lambano Sanctuary, mit uns von Naledi Projects, mit allen Lehrern und vor allem mit allen Schulkindern die Eröffnung der Kantine im frühsommerlichen Regen. Die interessanten Reden, die fröhlichen Gesänge und Tänze der Kinder sowie die intensiven und bereichernden Gespräche in den darauf folgenden Tagen überzeugten uns dass der Fortverlauf des Projekts in guten Händen ist.

  • Anfang November 2009: die Arbeiten an der Kantine der Tamaho Primärschule haben begonnen
  • 16. August 2009: Die Direktoren der Tamaho Primärschule freuen, sich daß es auch bald bei ihnen mit den Bauarbeiten losgeht:

Mogobeng Primärschule: Die Bauarbeiten sind so gut wie abgeschlossen:

Innenansicht des Speisesaals Außenansicht
  • 29. Mai 2009: Richtfest in der Mogobeng Primärschule

14 April 2009: Die Bauarbeiten der Kantine für die Mogobeng Primärschule haben begonnen.

  • 26 Januar 2009: Der luxemburgische Staat (MAE) akzeptiert die Kofinanzierung dieses Projektes zu 2/3 des Gesamtbudgets.
  • 26. Mai 2008: Pharmaciens sans Frontières reicht das Projekt im Namen von Naledi Projects beim MAE ein mit der Bitte um Kofinanzierung
  • 18. April 2007: Naledi Projects präsentiert das Projekt PSF.
  • 3. April 2007: 2 Vertreter von Naledi Projects besprechen das Projekt vor Ort mit den verantwortlichen Projektleitern (Schuldirektoren und Mitarbeiter von Lambano) , sie besichtigen die Schulen, die bestehende Infrastruktur und das Township.
  • 28. August 2006: Lambano Sanctuary kontaktiert Naledi Projects mit der Bitte um Unterstützung für das Schulkantinenprojekt.